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Wie Banken KMU wachsen lassen
Wie Banken KMU wachsen lassen

Ohne Kapital kein Wachstum. Das gilt besonders für KMU. Sie sind das Rückgrat der Schweizer Wirtschaft. Banken spielen dabei eine zentrale Rolle: Sie finanzieren, begleiten und ermöglichen den nächsten Schritt.
In der Schweiz sind über 99 Prozent der Unternehmen KMU, sie stellen rund zwei Drittel aller Arbeitsplätze – ohne sie läuft in der Wirtschaft fast nichts.
Wer Mitarbeitende einstellen, Standorte erweitern oder Maschinen kaufen will, braucht Geld – oft mehr, als aus dem laufenden Geschäft heraus verfügbar ist.
Banken spielen dabei eine Schlüsselrolle. Sie entscheiden mit ihrer Finanzierung oft darüber, ob diese Unternehmen wachsen können oder stehen bleiben.
Bankkredite sind die wichtigste Finanzierungsquelle für Schweizer KMU: Das Volumen inländischer Unternehmenskredite von Banken ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen – von 289 Milliarden Franken im Jahr 2016 auf über 400 Milliarden Franken 2024. Rund 90 Prozent davon gingen an KMU.
Das zeigt: Ein grosser Teil des Wachstumskapitals für kleinere und mittlere Unternehmen stammt direkt aus der Bankenwelt.
Von Kontolimite bis Hypothekarkredit
Steht zum Beispiel ein Jungunternehmen vor der ersten grossen Bestellung, braucht es Liquidität, um Material einzukaufen. Eine Bank überbrückt diesen Zeitraum mit einem Kredit oder einer Kontokorrentlimite. Ohne diese Unterstützung wäre der Auftrag kaum zu stemmen.
Will ein Produktionsbetrieb seine Maschinen erneuern, um energieeffizienter zu arbeiten und Kosten zu senken, kann er mit einem Investitionskredit moderne, sparsame Anlagen finanzieren – und gleichzeitig die eigenen Klimaziele voranbringen.
Und ein Baubetrieb, der eine eigene Werkhalle beziehen möchte, kann dies mit einer gewerblichen Hypothek finanzieren: Die Bank übernimmt einen grossen Teil des Kaufpreises, richtet Zins- und Amortisationszahlungen so aus, dass sie zum erwarteten Cashflow passen, und ermöglicht dem Unternehmen damit stabile Raumkosten sowie den langfristigen Vermögensaufbau über die eigene Betriebsimmobilie.
Mehr als nur Geld
Gemäss einer Seco-Studie aus dem Jahr 2021 wird nur ein kleiner Teil der Kreditanträge – 3 Prozent – abgelehnt: Voraussetzung dafür ist allerdings, dass die Anfrage der ersten Prüfung standhält, bei der unter anderem die Erwartungen in Bezug auf Höhe und Konditionen geklärt werden.
Banken sind aber nicht nur Kreditgeber. Sie beraten, analysieren Risiken und eröffnen neue Perspektiven. Oft sind sie Sparringpartner für Unternehmerinnen und Unternehmer, die über die nächste Wachstumsphase nachdenken. Zudem bieten sie Zugang zu Netzwerken oder Förderprogrammen.
Das zeigt, wie stark Banken auf langfristige Beziehungen und verlässliche Geschäftsmodelle setzen. Ob Gründung, Wachstum, Digitalisierung, Nachhaltigkeit oder Nachfolge: KMU, die früh das Gespräch mit ihrer Bank suchen, schaffen die Basis für nachhaltiges Wachstum.












